Imkerei Udo Hartmann - der bessere Honig

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Bienenwachs: Was ist das?

Das Honiglager der Bienen!

Die Bienen schwitzen ihr Wachs aus und bauen daraus Waben. In diesen wird dann der Honig gelagert. Da ist es selbstverständlich, dass dieses Material nicht mit Chemikalien oder Medikamenten kontaktiert werden darf. Nun ist es aber durch die Varroamilbe dazu gekommen, dass die Imker in ihrer Not Medikamente eingesetzt haben, um die Milben zu eliminieren. Leider ist es dadurch zu einer Anreicherung im Wachs gekommen. Die verwendeten Mittelwände, die die Imker im Austausch für ihre alten Waben von den Wachsverarbeiter bekommen sind nicht mehr ohne diese unnatürlichen „Zusatzstoffe“ . Auch Imker , die darauf verzichtet haben Medikamente einzusetzen, haben sich die Medizin in die Bienenstöcke über die vorgeprägten Waben geholt. Ich habe mir daraufhin in den letzten Jahren meine Mittelwände mit Untersuchungszertifikat aus Australien (gegen satten Aufpreis) kommen lassen. In Australien gibt es keine Varroatose!

 

Seit dem Jahr 2003 verarbeite ich mein sauberes Wachs selbst

 

 

Der Sonnenwachsschmelzer hat im letzten Sommer (03) über 30kg reines Wachs erschmolzen. Dazu werden alte Waben auf eine schwarze Emailleplatte unter Glas zum Schmelzen gebracht. Ein erstarrter Wachsblock von 1-1,5kg ist dann die Tagesausbeute.

Die Schmelztemperatur von Wachs beträgt etwa 65 Grad Celsius.

 Da staunt man, wie viel Sonnenenergie in ½ qm Fläche steckt. Für die sonnenarmen Tage habe ich einen  Dampfwachsschmelzer mit 3000 Watt   Anschlussleistung.

 

 

Im Sonnenwachsschmelzer werden alte Waben eingeschmolzen

 

Aus dem Sonnenwachsschmelzer werden fertige Wachsblöcke entnommen

 

Vorweihnachtszeit - Kerzen- und Wachszeit

Die Verarbeitung meines unbelasteten Bienenwachses gehört in die Winterszeit. Die Wachsblöcke werden in einem Topf erwärmt, damit es flüssig wird. Nun kann man aus dem flüssigen Wachs die vorgeprägten Mittelwände in der Gußform gießen. Diese Form besteht aus 2 Silicon  beschichteten Flächen. Die Wabenstruktur hat genau die Größe der Arbeitsbienen, denn nur diese sollen ja in den Zellen erbrütet werden. Die Bienen können im Freibau größere Zellen errichten, in denen die Königin dann die unbefruchteten Eier ablegt, aus denen dann Drohnen werden. In einer meiner vorherigen Mail hatte ich ein Foto mitgeschickt, um den Größenunterschied zu demonstrieren

 Bienenwaben werden gegossen mit einer Silikonforn

 

Die sogenannte Mittelwand ist nach dem Erkalten aus der Form zu entnehmen. Das Prozedere erinnert doch sehr ans Waffeln backen - nur daß hier der Prozess genau umgekehrt verläuft. Der Abkühlungsprozess dauert etwa 3-4 Minuten. Das überschüssige Wachs fließt wieder in den darunter stehenden Topf. 

Die so geprägten Waben werden im Frühjahr den Bienenvölkern als Honigwaben in die Kästen gehängt. Deshalb ist es auch so wichtig, dass das Wachs nicht belastet sein darf. Der Imkerhandel hat in der Vergangenheit nur gering belastetes Wabenmaterial angeboten. Selbst dieses Angebot ist wegen mangelnder Nachfrage seitens der Imker wieder zurückgefahren worden. Hier der Link zur UNI  Hohenheim, damit der Leser mal dort nachschlagen kann.   Dort heißt es auch: "Zu schade um es über Kerzen abzubrennen". Deshalb gibt es bei mir für Kerzen nur Bienenwachs aus dem Handel.

 Ein anderer Link zu den Honiguntersuchungen

 

Die fertige Mittelwand kann entnommen werden